Mögliche Folgen eines schweren Unfalls die Trinkwasserversorgung der Schweiz

Das Öko-Institut hat sich im Auftrag des Trinationalen Atomschutzverbandes (TRAS) mit Sitz in Basel mit den möglichen Folgen eines Unfalls in einem der drei Kernkraftwerke Leibstadt, Beznau und Gösgen auf die Trinkwasserversorgung in der Schweiz befasst.

Die Kernkraftwerke Beznau und Gösgen, die an der Aare liegen, sowie das KKW Leibstadt, das kurz hinter der Aare-Mündung am Rhein liegt, können von Extremereignissen bedroht werden, die über die Auslegung der Anlagen hinausgehen. Gerade bei älteren Kernkraftwerken steht die Auslegung deutlich gegenüber den heutigen Anforderungen zurück. Mit Beznau I ist in der Schweiz der älteste Reaktor Europas in Betrieb. Beznau I ist annährend 45 Jahre alt. Selbst der jüngste Reaktor in Leibstadt erreicht bereits ein Alter von 29 Jahren.

Studie des Öko-Instituts Darmstadt:
Untersuchung möglicher Folgen eines schweren Unfalls in einem schweizerischen Kernkraftwerk auf die Trinkwasserversorgung

Sieben Gründe warum das Atomkraftwerk Fessenheim sofort geschlossen werden muss

In Fessenheim steht das älteste Atomkraftwerk Frankreichs, das noch in Betrieb ist. Es stellt für die Bevölkerung am Oberrhein eine unzumutbare Bedrohung dar. Ein Unfall in diesem Atomreaktor, der gegen Erdbeben und Überschwemmung nur unzureichend gesichert ist, wäre für die Bevölkerung im Dreiland eine unvorstellbare Katastrophe.

Broschüre:
Sieben Gründe warum das Atomkraftwerk Fessenheim sofort geschlossen werden muss

Brochure:
Sept raisons majeures justifiant la fermeture immédiate de la centrale nucléaire de Fessenheim

Strafanzeige gegen Kernkraftwerk Gösgen und Kernkraftwerk Leibstadt AG

TRAS und Greenpeace Schweiz haben am 19. Dezember 2012 Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft wegen Urkundenfälschung gegen die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (KKG) und gegen die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) eingereicht. In den Bilanzen dieser Werke sind insgesamt über 1.8 Milliarden Franken aktiviert, die nicht werthaltig sind. Zweck dieser Manipulationen ist es offensichtlich, die Nachsorgekosten der Bundeskasse und den Steuerpflichtigen anzulasten (nach Artikel 80 Kernenergiegesetz). Per Ende 2011 fehlen für die Nachsorgekosten liquide Mittel von 11.5 Milliarden Franken.

Dossier Strafanzeige Gösgen und Leibstadt

Medienmitteilung Strafanzeige gegen Gösgen und Leibstadt
Déclaration de presse Plainte contre Gösgen et Leibstadt

Einladung zur Medienorientierung Strafanzeige gegen Gösgen und Leibstadt
Invitation à une conférence de presse Plainte contre Gösgen et Leibstadt

Beitrag auf der Seite von Greenpeace Schweiz

Analyse der Ergebnisse des EU-Stresstest der Kernkraftwerke Fessenheim und Beznau (Teil 2: Beznau)

Als eine Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe am 11. März 2011 in der japanischen Anlage Fukushima Daiichi sind auf verschiedenen nationalen und internationalen Ebenen Überprüfungsprozesse in Gang gesetzt worden. Dabei wurden jeweils eigene Methoden und Bewertungsmaßstäbe zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind daher nicht ohne weiteres vergleichbar, gleichwohl ist aber eine Gegenüberstellung und Zusammenführung der Erkenntnisse sinnvoll. Für Baden-Württemberg sind die grenznahen Anlagen Fessenheim in Frankreich und Beznau in der Schweiz von besonderer Bedeutung. Das Land Baden-Württemberg kann bei schweren Unfällen in den genannten Kernkraftwerken betroffen sein. Ziel dieses Gutachtens ist es, die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung der beiden Anlagen in Fessenheim und Beznau zu bewerten und dabei insbesondere sicherheitstechnisch relevante Schwachstellen aufzuzeigen.

Studie des Öko-Instituts Darmstadt:
Analyse der Ergebnisse des EU-Stresstest der Kernkraftwerke Fessenheim und Beznau (Teil 2: Beznau)