Gefährdung Süddeutschland
Grenzenloses Risiko:
Gefährdung (Süd-)Deutschlands durch schwere Unfälle in Schweizer Atomkraftwerken
Die Schweizer Atomkraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt gehören zu den ältesten der Welt. Alle vier Reaktoren stehen nahe oder direkt an der deutschen Grenze. Keine der Anlagen entspricht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Gesetzlich sind die Laufzeiten der Reaktoren bisher nicht beschränkt; die Betreiber und Teile der Schweizer Politik streben einen jahre- beziehungsweise jahrzehntelangen Weiterbetrieb an.
Ein schwerer Unfall in einem Schweizer AKW würde mit großer Wahrscheinlichkeit auch Deutschland massiv betreffen.
Dies gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich, für den Süden Deutschlands. Dennoch sind die potenziellen Auswirkungen eines solchen Super-GAU in der deutschen Öffentlichkeit kaum bekannt.
Diverse Untersuchungen und Modellrechnungen haben in den vergangenen Jahren die mögliche Ausbreitung einer radioaktiven Wolke aus einem Schweizer AKW, den Fallout, die radioaktive Belastung für Mensch und Umwelt und die Konsequenzen eines schweren Unfalls abzuschätzen versucht. Allerdings verfolgen diese Untersuchungen zum Teil unterschiedliche Ziele und gehen zum Teil von sehr unterschiedlichen Annahmen aus, was die Schwere des Unfalls, die radioaktiven Freisetzungen und die Wetterlage betrifft. Auch richten die Untersuchungen häufig keinen besonderen Fokus auf das nördliche Nachbarland der Schweiz. Ziel dieser Überblicksstudie ist, aus den Erkenntnissen der einzelnen Studien ein möglichst umfassendes Bild über die bei einem schweren Atomunfall in der Schweiz möglichen Folgen für Deutschland zu zeichnen.
Auf Grundlage der Studie hat TRAS eine Resolution entworfen, die die Landesregierung von Baden-Württemberg dazu aufruft, sich auf Basis der wissenschaftlichen Fakten in unserem Nachbarland für die Stilllegung der drei Schweizer Atomkraftwerke und einen Umstieg der Schweiz auf regenerative Energien einzusetzen. Auch die Bundesregierung wird angesprochen, bei den Schweizer Behörden vorstellig zu werden, um den Betrieb der überalterten Anlagen zu befristen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Resolution mit diesem oder einem ähnlichen Wortlaut in ihrem Stadt- oder Gemeinderat beraten und beschließen würden, um dem Anliegen breite politische Kraft zu verleihen. Erste Gemeinden haben die Beschlussfassung der Resolution bereits auf die Tagesordnung einer der kommenden Sitzungen gesetzt.
Bitte informieren Sie uns über die Beschlussfassung, am besten per Email an: